Die Rohstoff Recycling Osnabrück GmbH betreibt seit Anfang 1999 eine Brikettieranlage, mit der die stark metallhaltigen Schleifschlämme aus der Metallindustrie als Sekundärrohstoff für den Einsatz in Stahlwerken aufbereitet werden können.
Technischer Ablauf
Mit der Brikettieranlage der RRO werden die Schleifschlämme von ihrem Schadstoffpotential entfrachtet und somit für eine Weiterverarbeitung in den Elektroöfen der Stahlindustrie als Schrottsubstitut vorbereitet.
Dazu werden die Schlämme mit Drehspänen, die bereits als Schrott im Stahlwerk verwendet werden, gemischt. Sie dienen als Trägermatrix für die losen Schleifschlämme.
Das Verhältnis von Spänen zu Schleifschlamm beträgt 4 : 1. Unter Hochdruck – 820 Tonnen – wird das Gemisch zu einem zylindrischen Körper verpresst, der zwischen 15 und 20 Kilogramm wiegt. Die entstehenden Briketts sind extrem fest und können so in der Stahlindustrie als Sekundärrohstoff eingesetzt werden.
Die abgehenden Emulsionen und Restflüssigkeiten werden in der nachgeschalteten Spaltanlage weiter aufbereitet. Das vorgeklärte Abwasser wird der städtischen Kanalisation zugeleitet; die Restöle werden thermisch verwertet.